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Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Innenräumen

Luftfeuchtigkeit, Raumklima, Innenraumfeuchte… all diese Begriffe sind uns bereits im alltäglichen Leben begegnet. Sie sind Teil eines bestimmten Themas: Der Luft im Innenraum eines Gebäudes oder Wohnhauses. Als wichtiger Wohlfühlfaktor spielt die ideale Luftfeuchtigkeit trotz ihrer Unsichtbarkeit in unserem Leben eine große Rolle. Ist sie zu hoch, kann es zu Schimmelbildung oder Pilzbefall kommen. Ist sie zu niedrig, kann sich die Haut trocken anfühlen und der Hals kratzen, Baustoffe wie Holz ziehen sich zudem ungünstig zusammen, wobei Risse im Material entstehen können. Eine optimale Luftfeuchtigkeit bestimmt also nicht nur, wie wohl wir uns fühlen, sie hat auch direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit.


Doch was ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Innenraum? Und wie lässt sie sich nachhaltig und einfach regulieren? In diesem Artikel erfahren Sie dies und weitere spannende Fakten rund um die Luftfeuchtigkeit sowie ihre Bedeutung für Mensch, Wohnraum und Bausubstanz.

Luftfeuchte ist nicht gleich Luftfeuchte.

Kurzgefasst versteht man unter dem Begriff Luftfeuchtigkeit den Anteil an Wasser bzw. Wasserdampf in der Umgebungsluft. Sicher haben Sie bereits von Begriffen wie relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit gehört. Unter der absoluten Luftfeuchtigkeit versteht man die Gramm-Menge von Wasser in einem Kubikmeter (m³) Luft. Wenn wir jedoch von Luftfeuchtigkeit in Räumen sprechen, dann ist der relative Wert davon gemeint. Dieser wird definiert als das Verhältnis vom tatsächlichen zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt der Luft. Je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie speichern. So kann bei etwa 30° C eine Menge von 30 Gramm Wasserdampf in die Luft aufgenommen werden. Es gilt die folgende Gleichung: relative Luftfeuchte = absolute ÷ maximale Luftfeuchte x 100.

Aber wie kommt das Wasser überhaupt in die Luft in unserer Wohnung? Wir Menschen schwitzen und atmen in unseren Innenräumen genauso, wie wir es an der Außenluft tun. In den Innenräumen kann das freigesetzte Wasser jedoch in erster Linie nirgendwohin entweichen. Hinzu kommt, dass durch Duschen, Kochen und Bewässern von Pflanzen zusätzliches Wasser in die Luft abgegeben wird. Das alles begünstig einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit.

Zu viel, zu wenig, ideal - wie Sie Luftfeuchtigkeit messen und nachhaltig regulieren können

Generell ist klar, dass unser Temperaturempfinden individuell unterschiedlich ist und von den Jahreszeiten abhängt. Wer z. B. gerne kühl schläft, ein kälteres Raumklima bevorzugt und im Winter wenig heizt, kann Schimmelbewuchs begünstigen, da die Luftfeuchtigkeit an den kalten Wänden kondensiert. Weitere Risiken sind eine Minderung des Wohnkomforts oder Dehydrierung der Haut.

Doch keine Panik! Es gibt einige einfach Tipps und Tricks, mit denen Sie die Feuchtigkeit in Ihren Innenräumen erkennen und regulieren können. In erster Linie ist die ideale Raumfeuchtigkeit für das menschliche Auge unsichtbar. Sie macht sich erst bemerkbar, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. So schlägt sich ein zu hoher Anteil an Wasserdampf in der Luft zum Beispiel als Tröpfchen am Fenster oder Wänden nieder. Oder wenn sie zu niedrig ist, werden Schleimhäute trocken und Sie beginnen zu husten. Um hier schon vorsorgend zu erkennen, wann es Zeit ist zu handeln, kann man den Wassergehalt in der Luft auch einfach messen: Mit einem sogenannten Hygrometer. Das Hygrometer sollte nicht zu nah an einer Außenwand, einem Fenster einer Tür oder einer Heizung angebracht werden. Durch verschiedene Einflüsse wie Luftströme oder Lüften ist es normal, dass die Luftfeuchtigkeit schwankt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Messungen am Hygrometer regelmäßig durchgeführt werden. Wenn dabei das Raumklima und die Werte der Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch bzw. zu niedrig sind, sollten Sie aktiv werden. Im Schnitt gilt 50 % relative Luftfeuchtigkeit und 20° C Raumtemperatur als ideal, die folgenden Daten können Ihnen aber einen größeren Rahmen für Normalwerte von Raumfeuchte und Lufttemperatur bieten. Dabei schwanken die Angaben je nach Raumnutzung und Aufenthaltsdauer.


Raum

Optimale Luftfeuchtigkeit

Optimale Temperatur

Wohn- und Arbeitszimmer

40-60 %

20 °C

Schlafzimmer

40-60 %

16-18 °C

Kinderzimmer

40-60 %

20-22 °C

Küche

50-60 %

18 °C

Badezimmer

50-70 %

23 °C

Keller

50-65 %

10-15 °C

Verschiedene Räume, verschiedenes Klima

Dass Luftfeuchtigkeit nicht gleich Luftfeuchtigkeit ist, haben wir nun bereits kennengelernt. Das gleiche gilt auch für Raumklimata in verschiedenen Räumen, wie Sie auch der obigen Tabelle entnehmen können. Wir halten uns in unseren vier Wänden nicht in jedem Raum gleich lang auf, was sich auf die Luftfeuchtigkeit genauso auswirken kann, wie die bereits genannten Faktoren. Im Folgenden geben wir Ihnen deshalb eine Übersicht über die wichtigsten Aufenthaltsräume und ihr bestes Raumklima.

Schlafzimmer und Kinderzimmer

Mit einer täglichen Schlafdauer von etwa 6 - 10 Stunden gelten diese wohl als Zimmer, in denen wir uns am längsten Aufhalten. Die Luftfeuchtigkeit hat dabei nicht nur eine Auswirkung auf Schlafqualität und -dauer, sondern bestimmt auch, wie ausgeruht und allgemein gesund wir auf lange Sicht sind. Um eine verbesserte Sauerstoffaufnahme zu ermöglichen, sollte im Schlafzimmer eine Temperatur von 16-18° C herrschen. Da der Wasserdampfgehalt über die Länge der Nacht durch Atmen und Schwitzen ansteigt, sollte beim Einschlafen auf einen Gehalt von etwa 40 % geachtet werden. Kinder verbringen die meiste Zeit in ihrem Zimmer, da es für sie Schlaf- und Spielraum zugleich ist. Kinder und besonders Säuglinge reagieren zudem sensibler auf Feuchtigkeitsschwankungen als Erwachsene. Durch das Toben der Kinder, aber auch durch einen unruhigen Schlaf, kann es zu einer erhöhten Verdunstung von Körperflüssigkeiten kommen. Deshalb kann dort die Luftfeuchtigkeit schneller ansteigen als in anderen Räumen. Hier gilt eine ideale Temperatur von 20-22° C, was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine Luftfeuchtigkeit zwischen 55-60 % optimal ist, da es die Atmung der Kinder erleichtert, wenn die Luft nicht zu trocken ist. Es sollte jedoch die Obergrenze von 60 % nicht auf Dauer überschritten werden, da sonst das Risiko für Schimmelbildung erhöht ist.

Wohnzimmer

Im Gegensatz zum Schlafzimmer halten wir uns im Wohnzimmer etwa 3-5 Stunden täglich auf. Da sich dort die meisten Fenster oder Balkonfronten befinden, fällt das regelmäßige Lüften leicht. Pflanzen oder Aquarien sind meist in diesem Zimmer anzutreffen. Auch sie spielen eine große Rolle beim Anstieg der Luftfeuchte. Pflanzenarten wie z.B. Kakteen nehmen mehr Feuchtigkeit aus der Luft auf, als sie abgeben und können dadurch einen guten Kontrapunkt bieten. Zu empfehlen ist im Wohnzimmer, bei einer Temperatur von circa 20° C, eine Luftfeuchtigkeit von circa. 40 % nicht zu überschreiten.

Küche und Badezimmer

Küchen und Badezimmer gehören zu den sogenannten Feuchteräumen, also Räumen, in denen ein Feuchtigkeitsaufkommen (z.B. durch Wasserdampfabgabe) erhöht ist. Dadurch sind sie anfälliger für Schimmelpilzbildung. In der Küche empfiehlt sich, sofern sie auch als Wohn- und Esszimmer genutzt wird, eine Raumtemperatur von 20° C. Dies bedeutet, dass die Raumfeuchte nur zwischen 40 und 60 % liegen sollte. Für diesen Raum gilt, dass häufig gelüftet werden sollte, idealerweise während des Aufkommens von zusätzlichem Wasserdampf. Dies geht auch über die Dunstabzugshaube oder eine dezentrale Lüftungsanlage. Das Badezimmer hingegen ist der Raum, in dem es am meisten zu schlagartigen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen kommt, auch wenn die Aufenthaltsdauer hier meist sehr gering ist. Darauf zu achten, wie hoch die konstante Feuchtigkeit ist, ist demnach etwas schwerer, aber umso wichtiger. Es empfiehlt sich eine Luftfeuchtigkeit von 60 % nicht durchgängig zu überschreiten. Auch hier ist das zeitnahe Abführen von Wasserdampf aus der Luft deshalb entscheidend. Doch Achtung! Oft reicht ein einfaches Stoßlüften nach der morgendlichen Hygiene nicht aus, um alle Feuchtigkeit aus dem Bad zu entfernen. Fliesen und Handtücher sondern oft noch länger Feuchtigkeit ab. Darum bieten sich speziell für Badezimmer Lüftungssysteme mit automatischen Feuchtesensoren an. Welche weiteren Dinge Sie im Zuge einer korrekten Luftfeuchtigkeitsregulierung beachten können, können Sie im kommenden Abschnitt nachlesen.

10 Tipps und Tricks zum Regulieren der Luftfeuchtigkeit

  1. Kontrollieren Sie Ihr Schlafzimmer auf erste Anzeichen für Schimmel. Besonders hinter Schränken und bei, dicht an der Außenwand befindlichen, Möbeln kann es bevorzugt zu Schimmel kommen.
  2. Stellen Sie Salzkristalle auf, die zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen. Diese riechen nicht nur sehr gut, sie können zusätzlich als Designelement dienen.
  3. Regelmäßiges Stoßlüften oder eine kontinuierliche mechanische Lüftung ist und bleibt eine unabdingbare Möglichkeit, Feuchtigkeit aus der Luft abzuführen. Lüften Sie 4-5x täglich für etwa 10-20 Minuten oder kontinuierlich mit einer Lüftungsanlage zur kontrollierten Wohnraumlüftung.
  4. Prüfen und Säubern sie Dunstabzugshauben und Filter in der Küche regelmäßig, um eine ideale Filterfunktionsfähigkeit zu gewährleisten.
  5. Setzen Sie, sofern möglich, Baustoffe ein, die zwischenzeitlich Wasserdampf aus der Luft aufnehmen und diesen zu gegebenem Zeitpunkt, wenn es im Raum wieder trockener ist, wieder abzugeben. Zu solchen Baustoffen gehören z.B. Kalk- und Lehmputze.
  6. Hängen Sie Ihre Wäsche, wenn möglich, nicht im Zimmer auf, sondern nutzen Sie Dachboden, Garten, Balkon oder Terrasse.
  7. Verlagern Sie Zimmerpflanzen im Sommer auf den Balkon.
  8. Für alle Haustierliebhaber: Decken Sie Aquarien im Sommer ab und verlagern Sie Haustierschlafplätze, wenn möglich, auf den Flur.
  9. Nutzen Sie automatische Lüftungsanlagen mit Feuchtesensoren für Ihr Badezimmer.
  10. Die idealen Feuchtigkeitswerte sollten eingehalten und mittels eines Hygrometers kontrolliert werden.
Oft reicht sogar ausgiebiges Lüften nicht aus. Denn: Bestenfalls müsste man alle 2 bis 3 Stunden lüften, was schwer ist, wenn man berufstätig ist. Bei bestimmten Energiebauten oder bei einer Sanierung ist es sogar verpflichtend, um alle Auflagen zu erfüllen. Wird der maximale Wert der Raumfeuchtigkeit konstant unter- oder überschritten, empfehlen wir kontrollierte Maßnahmen zur eigenständigen Regulation einer idealen Luftfeuchtigkeit, z.B. durch den Einbau dezentraler Lüftungsanlagen. Lesen Sie dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Dezentrale Lüftungsanlagen von Ventileo – Ihr Partner für eine ideale Raumluftfeuchte.

Unabhängig von Temperatur und Jahreszeit bieten unsere dezentralen Lüftungsanlagen stets ein ideales Raumklima. In die eingebaute Reglertechnik sind Sensoren und Hygrometer fest integriert, wodurch eine automatische Abgleichung der idealen Luftfeuchtigkeit ermöglicht wird. Neben der Luftfeuchtigkeit filtern die hochqualitativen Lüftungssysteme zusätzlich die Luft in Ihren Innenräumen von Schadstoffen und Feinstaub. Unsere Anlagen werden in die Außenwände montiert, wo sie eigenständig die Lüftungsaktivitäten übernehmen – gänzlich ohne Luftrauschen. Die ausgeklügelte Technik erlaubt einen reibungslosen Luftaustausch ohne Wärmeverlust. Holen Sie sich jetzt ein Angebot für eine dezentrale Lüftungsanlage für Ihre Innenräume ein – wir beraten Sie gerne und planen mit Ihnen!

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